Die Freien Wähler Frankenberg (FWF) informierten sich am Freitag den 23.06.2023 während einer ca. 2 stündigen, gemeinsamen Ortsbegehung mit dem Ortsbeirat Röddenau, über die Entwicklung des größten Frankenberger Stadtteils.

Die Mitglieder des Ortsbeirats, rund um den Ortsvorsteher Jens Bornscheuer, wiesen exemplarisch in der Straße „Elseberg“ auf den andauernden Sanierungsstau innerörtlicher Straßen hin. Dieser bestehe seit mehreren Jahren, so Bornscheuer, und hat sich nach der Abschaffung der Anliegerbeiträge bei grundhaften Straßenerneuerungen noch verschärft. Die FWF wiesen darauf hin, dass der Magistrat gemeinsam mit dem im Januar 2021durch die Stadtverordnetenversammlung gefassten Beschluss zur Abschaffung der Anliegerbeiträge beauftragt wurde, ein Modell zur Refinanzierung auszuarbeiten, was bisher noch nicht geschehen ist. Generell bestand aber bei den Teilnehmenden an der Ortsbegehung die Auffassung, dass das Land Hessen die Straßenunterhaltung finanziell zu tragen hat.

Die seit Jahren angekündigte Erweiterung der KiTa in Röddenau ist dem Ortsbeirat eine Herzensangelegenheit, schreitet aber wenn überhaupt, nur sehr langsam voran. Alle bisherigen Aussagen der Stadtverwaltung zu Fertigstellungsterminen wurden nicht realisiert. „ Das Zähneputzen mit Wasser aus einem Wasserkanister“ sei mittlerweile ein Dauerzustand, so der Ortsbeirat. Gleiches gilt für die als „übergangsweise“ angekündigte Nutzung des Turnraums der KiTa als Gruppenraum und die daraus entstehende Notwendigkeit, den kleinen Saal im DGH als Turnraum zu nutzen. „Es geht nichts vorwärts und wir erhalten keine konkreten Informationen aus dem zuständigen Bereich der Stadtverwaltung“, konstatiert der Ortsbeirat, der aber weiter an der „Sache dranbleiben will“.

Auf dem Weg zum DGH wurden die Leerstände von Immobilien in Röddenau und die damit verbundenen Herausforderungen sowie die Bauplatzsituation und der Hochwasserschutz angesprochen. Der sich nur langsam entwickelnde Hochwasserschutz stellt hauptsächlich für die immer wieder betroffenen Anliegenden am Litze- und Goldbach eine sehr hohe Belastung dar.

Im DGH verwies der Ortsbeirat auf die geplanten Maßnahmen zur energetischen Sanierung des Gebäudes im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms und äußerte den Wunsch, bei den Planungen „mit ins Boot geholt“ zu werden.

Im Verlauf des gemeinsamen Ausklangs der Veranstaltung in dem ehrenamtlich geführten Café R11, fand ein reger Austausch zu den vorgestellten Themen und zu den Projekten des Dorfentwicklungsprogramms statt. Der Fraktionsvorsitzende der FWF, Sven Garthe, bedankte sich ausdrücklich für die sehr offene und freundliche Kommunikation und motivierte den Ortsbeirat trotz aller Probleme nicht nachzulassen und das ehrenamtliche Engagement gemeinsam fortzuführen.