Die diesjährige Radtour der Freien Wähler Frankenberg führte ins obere Edertal bis Rennertehausen und zurück. Unterwegs erläuterte Frank Seumer vom NABU einige naturkundliche Besonderheiten.
Nach dem Start am Frankenberger Kloster gings über die neuen Ederradwege bis zur Röddenauer Schiefermühle. Heinrich Rohleder betreibt in der ehemaligen Mahlmühle seit vielen Jahren ein Turbinen-Wasserkraftwerk, das Elektrizität für rund 40 Haushalte erzeugt. Er stellte die Funktionsweise der Anlage und des Fischpasses vor, der ganzjährig eine Durchgängigkeit des Fließgewässer für Fische und andere Lebewesen ermöglicht. Im Sommer 2025 stand die Wasserkraftanlage wegen fehlender Niederschläge und zu geringer Wassermenge mehr als zwei Monate still.
Die Radtour führte entlang der großen Streuobstwiese „Am Gänserain“ über den Ederhöhenweg bis zum Naturdenkmal „Ederstede“ bei Birkenbringhausen. Dieser Geotop zeigt anhand großer Felsformationen mit Buntsandstein- und Zechsteinschichten eindrucksvoll die Erdgeschichte der vergangenen 245 Millionen Jahre. Auch botanisch ist das Naturdenkmal sehr wertvoll, was die vielen Fruchtstände vom Aronstab bewiesen.
An der Hatzbachmühle mit Wasserrad vorbei führte die Radtour in die Ederaue Rennertehausen, wo die NABU-Stiftung Hessisches Naturerbe das ehemalige Bewässerungssystem mit Gräben und Schleusen aufrecht erhält und somit besonders in der Vogelzugzeit einen wertvollen Rastplatz für viele Watvögel und andere Arten schafft. Von einem Beobachtungsstand warfen die Radler einen Blick in die weitläufige Aue mit rund 20 ha NABU-Eigentumsflächen. Über Rennertehausen, Haine und Röddenau gings zurück nach Frankenberg, wo die rund 35 Kilometer lange Radtour endete. FWF-Vorsitzender Manfred Hacker sorgte für kleine Erfrischungen und dankte für die fachkundige Begleitung durch Frank Seumer.
Text: Frank Seumer